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Bertha Dudde

4176

 

Menschwerdung Gottes.

26. und 27. November 1947. B.D. NR. 4176.

Das gewaltigste Problem ist die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus. Und doch kann ein Mensch mit kindlichem Glauben ohne Verstandesschwierigkeiten darüber hinweggehen, es kann ihm einfach erscheinen, eben weil er glaubt - für ihn ist Jesus Christus Gott, und er glaubt es auch mit vollem Recht, denn göttlich ist, was durch die Liebe sich mit Gott zusammengeschlossen hat. Daß dieser Zusammenschluß das von dem Menschen Jesus in kurzer Erdenzeit erreichte Endziel eines Menschen überhaupt war, bleibt jedoch ebenfalls eine Wahrheit, die weder der schärfste Verstand noch das gläubigste Herz abstreiten kann, denn um den Grad der Vollkommenheit zu erreichen, der eine Seele göttlich macht, muß unbedingt ein Liebeleben im freien Willen, aus eigenem Antrieb geführt werden, und zwar im Stadium als Mensch, und es darf in keiner Weise auf den Willen eingewirkt werden in einem gewissen Zwangszustand. Ein schon vollkommenes Wesen betritt die Erde nur zum Zweck einer Mission. Es wird diese Mission auch erfüllen, aber niemals auf Grund seines schon hohen Reifegrades vor der Verkörperung als Mensch, sondern sein Leben muß gleich jedem anderen Menschen ein in Willensfreiheit geführter Kampf sein gegen Schwächen und Fehler jeglicher Art. Er muß den Grad der Vollkommenheit, der ihn zu einem göttlichen Wesen stempelt, frei wollen, danach trachten und erreichen durch Liebeswirken, das er auch unterlassen kann, wie er auch nach unten seinen Willen richten könnte, weil er seinen Willen frei gebrauchen kann. Er muß genausogut schlecht wie gut sein können, wie ihm auch jede Entscheidung dereinst angerechnet wird. In keiner Weise wirkt Gott auf eine solche Seele ein, wie er aber auch nicht zuläßt, daß sie dem Gegner verfällt unfreiwillig, also von diesem gezwungen wird zum Abfall von Gott oder Handeln wider Dessen Willen. Diese Entscheidungsfreiheit mußte auch dem Menschen Jesus zugebilligt werden, sollte Sein Erlösungswerk nicht an Wert verlieren, wie auch Seine Göttlichkeit Verdienst eines nach Vollkommenheit ringenden Menschen sein mußte, Der als Vorbild der gesamten Menschheit dienen und zur Nachahmung Seines Lebenswandels anspornen soll. (27.11.1947) Jesus lebte den Menschen ein Leben nach göttlichem Willen vor, folglich muß es auch einem Menschen möglich sein, zur gleichen Vollkommenheit zu gelangen. Er war ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, folglich muß es möglich sein, unter der Assistenz Jesu Christi zu Gott zu gelangen; also mußte Jesus auch den Menschen menschlich nahestehen, Er mußte den gleichen Gang auf Erden gegangen sein und zu beiden, zu Gott und zu den Menschen, in einem vertrauten Verhältnis stehen, in einem Verhältnis, das von tiefster Liebe getragen war, daß Er für die Menschen eine so große Liebe empfand, daß Er ihnen helfen wollte; wie Er aber auch für die ewige Gottheit die Liebe empfand, die Gott fordert, um Ihm unbegrenzte Macht und Kraftfülle zu geben, daß Er Selbst Sich einte mit Ihm, was aber immer voraussetzt, daß Jesus ein Mensch war, Der sein Ziel erreichte - als Mensch geboren wurde und als Gott in aller Herrlichkeit auffuhr zum Himmel. Er war in keiner Weise bevorzugt ausgestattet, daß ihm der Erfolg Seines menschlichen Daseins ohne jegliche Mühe und in aller Selbstverständlichkeit gelungen wäre, vielmehr hatte Er ungewöhnlich zu kämpfen gegen Anfechtungen unreiner Geister, die um Seine Mission auf Erden wußten und sie zu verhindern suchten. Die Versuchungen traten an Ihn in jeder Weise heran, und es gehörte Seine ganze Willensstärke dazu, standzuhalten und Seine körperlichen Wünsche dem Wünschen des Geistes und der Seele anzugleichen, denn Sein Außenleib war Mensch mit Fleisch und Blut, Seine Sinne empfanden in ungewöhnlichem Maße das Schöne und Reizvolle der irdischen Welt, und sie begehrten nach der Erfüllung, und Er versagte sie doch dem Körper aus Liebe zur Not-leidenden Menschheit, denen Er nur Hilfe brinen konnte durch Aufopferung Seiner Selbst, indem Er durch Verzichtleistung und Entsagung einen höheren Reifegrad Seiner Seele erzielte, der Ihn zum Zusammenschluß mit Gott führte. Die Vereinigung mit Seinem Vater von Ewigkeit aber befähigte Ihn erstmalig zu Seiner Mission, die göttliche Liebelehre auf Erden zu verbreiten und den göttlichen Willen den Menschen kundzutun, wie sie Ihm aber auch andererseits die Kraft gab, das schwerste Opfer zu bringen, das je ein Mensch auf Erden Gott und den Menschen dargebracht hat - Schuldlos den Kreuzestod auf Sich zu nehmen und unvorstellbar zu leiden seelisch und körperlich aus Liebe zur Menschheit, um ihr, die in großer Sündenschuld ein entsetzliches Los im Jenseits zu gewärtigen hatte, Hilfe zu bringen und sie vor einer ewigen Verdammung,vor dem Absinken in die tiefste Finsternis, zu bewahren. Der Mensch Jesus setzte das geistige Leben vor das irdische, Sein Wille war stärker als Sein körperliches Verlangen, und so siegte Er im Kampf gegen Sich Selbst und gewann dadurch den höchsten Preis - die Liebe der ewigen Gottheit, Die Sich Ihm zu eigen gab, Die Ihm ohne Einschränkung zuströmte und als Kraft auf Ihn wirkte. Und Er wurde mächtig und weise, Er war erfüllt von Licht und Kraft, das Wesen Gottes nahm gänzlich von Ihm Besitz. D.h., Körper und Seele gestalteten sich zur Liebe und wurden sonach göttlich, weil die Ursubstanz der ewigen Gottheit Liebe ist und folglich ein göttliches Wesen sein muß, wer die Liebe in sich trägt und sich also mit Gott, der ewigen Liebe, vereint .... Jesus war Gott und Mensch .... Gott war Sein Wesen, Mensch war Sein Leib, der das göttliche Wesen, die Liebe, in sich barg. Spricht man also von Jesus als Gott, dann ist Sein Wesen gemeint, die geistige Gestaltung Seiner Seele, das Aufgehen in reiner, selbstloser Liebe und dadurch Formen Seiner Seele zum Ebenbild Gottes. Und da Jesus den Sieg über Sich errungen hatte, vergeistigte sich Sein Körper und ordnete sich gänzlich dem Willen der Seele unter. Und also war Jesus lichtdurchstrahlt, lichtumflossen und Er fuhr als reinster Geist, doch durch Seinen Willen auch schaubar den Jüngern, nach Seinem Tode auf in den Himmel. Denn Er hatte den Tod überwunden, Er hatte die Welt erlöst aus dem Schwächezustand, in den sie geraten war durch die Sünde .... Er hatte das Erlösungswerk vollbracht als Mensch, weil anders es kein Opfertod gewesen wäre und kein Löschen der ungeheuren Sündenschuld, in die die Menschheit geraten war. Amen. B.D. NR. 4176.

 

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